Wann du ins Bett gehst, sagt dir, welche Organe leiden. Darum solltest du auf jeden Fall öfter darauf achten.

Viele Menschen haben Schlafprobleme und wachen immer wieder sehr früh am Morgen auf und können dann nicht wieder einschlafen. Oft passiert es zwischen 3 und 5 Uhr morgens. Das wird schnell zur Belastung und verleitet dazu, sich mit Schlaftabletten einzudecken.

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Wenn es dir auch so geht, ist es gut möglich, dass dein Körper dir damit ein Signal senden will. In der traditionellen chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass der Körper von verschiedenen Energiebahnen durchzogen ist, die Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Dies ist die Grundlage für Akupunktur und hat weiterhin Einflüsse auf unser Schlafverhalten.

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Denn diese Energiestränge werden zu verschiedenen Zeiten aktiviert. Kommt es nun zu Blockaden oder Störungen, wird der Schlafrhythmus gestört und du wachst auf. Folgende Organe werden mit bestimmten Uhrzeiten in Verbindung gebracht.

Zwischen 21 und 23 Uhr
Zu dieser Zeit werden die meisten Menschen müde und machen sich bereit zum Schlafen gehen. Wenn du Probleme hast, regelmäßig zu dieser Zeit ins Bett zu gehen, kann es ein Hinweis auf Stress sein. Dann befindet sich dein Körper unbewusst im sogenannten “Fliehen oder Kämpfen”-Modus. Achte einmal darauf, ob dich bestimmte Gedanken oder Ängste plagen oder ob du große Sorgen in deinem Leben hast. Während des Schlafes werden deine Kräfte gestärkt und dein Energie-Level gefüllt. So entsteht schnell ein Teufelskreis, bei dem sich die Symptome gegenseitig verstärken. Denn je weniger Schlaf du bekommst, desto gestresster ist dein Körper und desto weniger ist an guten Schlaf zu denken.

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Um trotzdem besser zu schlafen, kannst du versuchen, mit beruhigenden Ritualen zu gutem Schlaf zu kommen. Diese können vielfältig sein, zum Beispiel jeden Abend eine Tasse Tee zu trinken (keinen grünen oder schwarzen), 15 Minuten zu meditieren oder sich ganz bewusst zu dehnen. Es hilft auch, mindestens 30 Minuten vor dem Schlafen nicht mehr fernzusehen.

Zwischen 23 und 1 Uhr nachts
Während dieser Zeit wird die Energie in der Gallenblase aktiviert. Die Gallenblase hilft bei der Fettverwertung. Daher solltest du zunächst einmal deine Ernährung überprüfen und gesündere Fette zu dir nehmen. Wenn du zu dieser Zeit aufwachst oder noch immer nicht einschlafen kannst, ist es möglich, dass du zu kritisch bist, entweder mit dir selber oder mit anderen. Auch eine große Enttäuschung zum Beispiel durch einen geliebten Menschen kann dies auslösen. Versuche, im Alltag gelassener zu sein und nicht überkritisch mit Menschen und Situationen zu sein.

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Zwischen 1 und 3 Uhr nachts

Zu dieser Zeit wachen tatsächlich die meisten Menschen auf. Energietechnisch ist hier die Leber betroffen. Sie ist für Hormone, Verdauung und Giftstoffe im Körper zuständig. Daher kann frühes Aufwachen bedeuten, dass einer dieser Aspekte gestört ist.

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Blockaden der Leberenergie können allerdings auch bedeuten, dass du Ärger und Wut mit dir herumträgst. Auch Schuldgefühle stören den Energiefluss der Leber. Wenn du spürst, dass du diese Gefühle mit dir herumträgst, geh sie offensiv an und versuche die Situation aufzulösen. Ein gutes Zusammenleben mit anderen wirkt sich auch positiv auf dein Wohlbefinden aus. Hilfreich sind auch positive Nachrichten an dich selber und zu lernen, Ärger nicht zu lange mit herum zu tragen und im Einklang mit dir selbst zu sein.

Zwischen 3 und 5 Uhr nachts
Zu dieser nachtschlafenden Zeit ist vor allem die Energiebahn der Lunge aktiv. In diesem Zeitraum hat die Lunge Gelegenheit, sich zu regenerieren und auf die Belastungen des Tages vorzubereiten. Verspannungen können dazu führen, dass die Lunge gestört ist. Allerdings solltest du auch chronische Erkrankungen ausschließen und dich mit deinem Arzt absprechen.

Youtube/Caren Baginski

Seelisch steht die Lunge für Atmen, Entspannung und Gelassenheit. Daher können Zukunftsängste und Sorgen für Energieblockaden sorgen. Um diese Blockaden aufzulösen, solltest du prüfen, welche Sorgen berechtigt sind und wie du aktiv daran gehen kannst, diese Probleme nach und nach zu lösen. Die meisten Sorgen sind gar nicht so groß, wie man sie macht. Auch Atemübungen helfen, bei denen man bewusst tief und langsam atmet. Fünf Minuten vor dem schlafen gehen machen hier schon viel aus.

Zwischen 5 und 7 Uhr morgens
Zwischen 5 und 7 Uhr wird das Verdauungssystem aktiviert. Es ist nur naheliegend, dass diese Organe sinnbildlich für das Bedürfnis nach Loslassen und Entspannung stehen. Neben Störungen des Verdauungssystems kann es auch darauf hinweisen, dass du negative Gefühle loslassen solltest.

Menschen, die um diese Zeit aufwachen, profitieren von Entspannungsübungen bei denen man seinen ganzen Körper bewusst spürt. Unterstützt mit einfachen Dehnungsübungen und bewusstem Loslassen von Anspannungen stellen sich oftmals schnell die ersten Erfolge ein. Eine einfache Übung für die meisten Probleme ist es, sich entspannt und aufrecht hinzusetzen, die Hände vor der Brust zu falten und nach und nach tief in alle Körperregionen zu atmen. Nimm dir jeden Abend diese Zeit bevor du ins Bett gehst und du wirst beeindruckt sein, wie schnell sich Ergebnisse einstellen.

Twitter/MayuraYoga

Manchmal kann es ganz einfach sein, wieder zu entspanntem Schlaf zu finden. Versuche doch einmal diese Prinzipien. Allerdings können chronische Schlafstörungen immer auch Anzeichen für Krankheiten und medizinische Probleme sein. Wenn sich die Symptome daher über einen längeren Zeitraum halten, solltest du unbedingt mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

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