Als sie herausfindet, dass ihr Baby tot geboren wird, schmeißt sie eine Party. Ein Jahr später steht sie am Fenster und sieht etwas, das sie nie geglaubt hätte.

Auf den ersten Blick scheint an diesem Foto der kleinen Clara Ray aus New York nichts Besonderes zu sein. Doch es ist ein Wunder, dass ihre Mutter Johanna Morton es überhaupt machen konnte. Denn noch ein Jahr zuvor hätte niemand erwartet, dass Clara Ray diesen Schnee jemals würde bewundern können.

Das Drama beginnt am 23. Dezember 2015. Zu dieser Zeit ist Johanna in der 12. Schwangerschaftswoche. Bis dahin verlief die Schwangerschaft ganz normal und Johanna fühlte sich gesund und optimistisch. Doch bei einer Routineuntersuchung entdecken die Ärzte, dass etwas mit dem Herzen ihres Babys nicht in Ordnung ist. Etwas sehr Ernstes. Die Ärzte sagen ihr, dass ihr kleines Baby „wahrscheinlich tot auf die Welt kommen wird“.

Johanna ist am Boden zerstört, doch sie nimmt ihre ganze Kraft zusammen und entschließt sich, die Schwangerschaft bis zum Ende durchzustehen. Laut den Ärzten schlägt das Herz ihrer Kleinen jeden Tag schwächer, und sie rechnen nicht damit, dass der Säugling noch lange überleben wird.

Lange Zeit kann keiner der Ärzte sagen, an welchem Herzproblem das Baby denn nun genau leidet. Johanna erinnert sich an die angsterfüllten Wochen: „Es lag alles daran, wie sehr Clara Ray kämpfen würde. Wir konnten nichts tun, außer zu hoffen und uns weiterhin auf unsere Tochter zu freuen. Wir hatten damals eine Party veranstaltet, um die Schwangerschaft bekannt zu machen, wir feierten eine Geschenkparty und richteten ein Kinderzimmer ein.“ Wenn Johanna die Weihnachtsbeleuchtung sieht, träumt sie davon, wie ihr Baby über die funkelnden Lichter und den Schnee staunt. Dabei singt sie immer wieder den Weihnachtshit „All I Want for Christmas is You“ (Alles, was ich zu Weihnachten möchte, bist du“) vor sich hin.

Tag für Tag geht die Schwangerschaft voran, aber jeder Tag ist mit Angst und Hoffnung zugleich gefüllt. Und das Wachstum wird fleißig dokumentiert, immer hin- und gerissen zwischen Freude und Angst.

Am 14. Juni ist Clara Ray noch immer am Leben und wird schließlich per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. Ihre Eltern sind mehr als erleichtert und überglücklich.

Doch noch haben sie nicht alles überstanden. Denn bereits sechs Tage nach ihrer Geburt muss Clara Ray schon die erste Operation am offenen Herzen über sich ergehen lassen.

 

Am 21. Juni 2016 ist es dann endlich so weit: Johanna darf ihre kleine Clara Ray mit nach Hause nehmen. Seitdem musste das Baby noch fünfmal ins Krankenhaus und immer wieder kleine Eingriffe überstehen, doch das kleine Energiebündel ist eine echte Kämpferin.

 

So steht für die kleine Familie in diesem Jahr ein ganz besonderes Weihnachtsfest an. Denn niemand wusste, ob ihre Tochter den Winter überhaupt erleben würde. Und so ist es tatsächlich ein kleines Wunder, dass Johanna ihrer Tochter wirklich dabei zusehen kann, wie sie sich über den Schnee freut. Vom Glück überwältigt erzählt Johanna, wie dankbar sie ist, diese Szene mitzuerleben: „Sie sieht zum ersten Mal Schnee. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es sich angefühlt hat, als sich dieses tolle Lächeln auf ihrem Gesicht breitmachte.“

Was für ein schöner Moment – mit jedem Kind. Doch für die Mortons ist er besonders wertvoll. Und Johannas größter Wunsch ist tatsächlich in Erfüllung gegangen.

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